Goldene Sprüche fürs Leben


Denk- und Sinnsprüche

Weise ist der und wohlgelehrt,
der alle Dinge zum Besten kehrt.


Ein Land kann man viel besser erobern als seine Sprache.


 Wer seine Schuh kann selber flicken,
der darf sie nicht zum Schuster schicken.


„Die Menschen bleiben sich immer gleich,“
sagen nur die, die sich nie bessern wollen.


Wer nicht gelitten, hat nur halb gelebt,
wer nicht gefehlt, hat auch nicht gestrebt;
Wer nicht geweint, hat halb auch nur gelacht,
wer nie gezweifelt, hat wohl kaum gedacht.


Alle wissen guten Rat,
nur der nicht, der ihn nötig hat.


Was einmal Unrecht gewesen ist,
das bleibet Unrecht zu aller Frist.


Vielen Menschen kostet die Gesundheit beinahe das Leben.


Einigkeit, ein festes Band,
hält zusammen Leut‘ und Land.


Menschen, die verleumden, sehen durch zwei Brillen,
die eine vergrößert, die andere verkleinert.


Wer einen Geck aussendet,
dem kommt ein Narr wieder.


Der geduldigen Schafe gehen viele in einen Stall.


Erst piept das Küchlein, später kräht der Hahn.


Wer in Frieden will walten,
muss leiden und still halten.


Gefühle sind gute Sklaven, aber schlechte Meister.


Das Geschick ist die Laune, der Zufall, der Humor, das Glück, der Witz des Lebens, und doch ist alles kein Spaß.


Besser allein, als in schlechter Gemein.


Ohne Geld im Beutel ist alles eitel.


Gute Rechnungen machen gute Freunde.


Wenn Hass und Neid brennten wie Feuer,
wär‘ das Holz zur Zeit nur halb so teuer.


Viel Feind, viel Ehr.


Gemach in die Kohlen geblasen,
so fährt dir keine Asche in die Nasen.


Bleib einen Tag am vielwillkommnen Ort,
und bist du weise, geh‘ am zweiten fort;
Denn wirst du auch am dritten noch nicht gehen,
am vierten wird man dir den Rücken drehn.


Tat vereint, Rat schafft Feind.


Du musst in Torheit und Liebe wandeln,
Liebe entschuldigt törichtes Handeln.


Weisheit, du wirst Unsinn im Munde des Schwärmers.


Wenn ich mein Geheimnis verschweige, ist es mein Gefangener, lasse ich es entschlüpfen, bin ich sein Gefangener.


Das Böse, das man selbst an sich hat, straft man desto härter an andern.


Auch Taubenfittiche sind stark genug,
nicht Adlerflügel nur, zum höchsten Flug.


Ist für die Sonnenbahn
der Flügel Kraft zu klein,
so lass dir genügen dran,
im Kleinen groß zu sein.


In des Lebens großen Wirren
gibt es keinen geplagteren Mann,
als wer halberkanntes Irren
doch nicht ganz verlassen kann.


Des Glücklichen Triumphgebärde
ist des Bedrückten größte Pein;
Wär nicht das Glück auf dieser Erde,
Sie würden alle glücklich sein.


So leicht ein Wort dem scheint, der es hinwirft,
so schwer dem, der es aufnimmt und wiegt.


Es lebt und stirbt gesunder Sinn,
das Kranke schleppt sich unsterblich hin.


Ragt ein Balken in dein Zimmer,
unzertrennlich von dem Haus,
so benutz den Balken immer,
mach dir einen Tisch daraus.


So raues Äußere, so feines Gemüte!
Wächst nicht auf Dornen die lieblichste Blüte?


Versteht man was nicht recht,
nennt man es gewöhnlich schlecht.


Guter Rat wohin ich trete,
die Menschen sind geborene Räte.


Erfahrung ist nicht an Jahre gebunden,
erlebte schon Jahre in wenigen Stunden.


Erst wägen – dann wagen.


Wer Gott vertraut
frisch um sich schaut,
der wird auf dieser Erden
wohl nicht zu schanden werden.


Mach mit dem Unglück keinen Frieden;
Glaub‘ mir, auch es ist zu ermüden.


Wer unter Menschen leben will,
der höre manches und schweige still.
Es ist ein ganz unleidlicher Gast,
wer jedes Wort am Schopfe fasst.


Wer sich im Kleinen ganz verliert,
wird großes nie genießen;
Und wer sich nur das Große kürt,
wird beides sich verschließen.


Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir;
Du weißt es, dass sie lügt,
und dennoch glaubst du ihr.


Sag, o Weiser, wodurch du zu solchem Wissen gelangtest?
Dadurch, dass ich mich nie andre zu fragen geschämt.


Der Narben lacht, hat Wunden nie gefühlt.


Erst besinnen – dann beginnen.


Das Schöne tut seine Wirkung schon bei der bloßen Betrachtung,
das Wahre will Studium.


Um Vollendung zu erstreben,
füge zeitig dich in Schranken;
Leiten muss man edle Reben,
wilde Reben lässt man ranken.


Willst du zur Sommerzeit
der Rose Duft genießen;
Lass dir es nicht werden leid,
die Dornen zu begießen.


Setz Arbeit vor dein Haus als Hüter,
so mehren sich im Haus die Güter.
Und willst du Freude dran erleben
so stell Barmherzigkeit daneben.


Hat dir einer wohlgetan,
sag’s der Welt mit Freuden an.
Tust du einem wohl zur Stund‘
leg ein Schloss vor deinem Mund.


Der beste Mensch wird manchmal zornig,
kein Liebespaar kann immer kosen;
Die schönsten Rosen selbst sind dornig
doch schlimm sind Dornen ohne Rosen.


Gar schwer sind oft zu tragen
die kleinen Plagen,
und schwer oft zu verrichten
die kleinen Pflichten;
Doch solch ein stilles Heldentum
ist eines Weibes höchster Ruhm.


Erfahrung ist eine treffliche Ware,
bleibt frisch und mehrt sich mit jedem Jahre.