Für Runde Geburtstage oder auch Hochzeiten ist es angebracht eine Krawatte zu tragen. Nur wie wird eine Krawatte gebunden? Eine kleine Anleitung für Krawattenknoten kann hier helfen.

Danke an http://www.krawatten-ties.com// für die Bereitstellung des Content.

Bildquelle: www.krawattenknoten.org (Krawatte Online-Shop)

Einfacher Windsorknoten

Der einfache oder auch kleine Windsorknoten ist dem doppelten Windsorknoten sehr ähnlich, nur dass die zweite Wicklung von innen durch die Schlaufe entfällt. Er ist an seiner bauchigen, kegelförmigen Form erkennbar und eignet sich für Hemden mit dicht beieinander liegenden Kragenecken und auch für Button-down Kragen. Vom Volumen her liegt der einfache Windsorknoten zwischen dem einfachen Knoten und dem doppelten Windsorknoten.


kleiner oder einfacher Windsorknoten Krawattenknoten



festliche Krawatten

Doppelter Windsorknoten

Der doppelte oder große Windsorknoten benannt nach dem Herzog von Windsor, der diesen Krawattenknoten populär machte, ist ideal für Hemden mit weit auseinander sitzenden Kragenecken geeignet, wenn also der Zwischenraum eines weit gespreizten Kragens ausgefüllt werden soll wie beispielsweise dem Kentkragen und dem Haifischkragen. Dieser Krawattenknoten ist sehr verbreitet, erfordert aber etwas Übung und ist damit eher für den Fortgeschrittenen geeignet. Der Knoten ist etwas größer und damit nicht gerade für dick gefütterte Krawatten geeignet. Der Knoten hat eine perfekte Dreiecksform.


doppelter Windsorknoten Krawattenknoten

Beim Windsor handelt es sich um einen Doppelknoten. Deshalb verbrauchen Sie dafür einen großen Teil des breiten Endes und müssen es dementsprechend zu Beginn sehr weit auf der rechten Seite herunterhängen lassen.

Führen Sie das breite Ende mit der rechten Hand nach links über das schmale Ende, das Sie mit der linken Hand ergreifen. Führen Sie das breite Ende von links nach rechts unter dem schmalen Ende herum. Ziehen Sie es dann über den Knoten zum Körper hin nach unten durch die Schlaufe. Das breite Ende muss danach – mit der Unterseite nach oben – nach rechts unten hängen.

Ergreifen Sie das breite Ende und schlagen Sie es nach links um den halben Knoten herum. Führen Sie nun mit der linken Hand das breite Ende an der Rückseite des Knotens von unten durch die den Hals umgebende Schlaufe. Anschließend ziehen Sie das breite Ende nach vorne über den halbfertigen Knoten und lassen es herunterhängen.

Stecken Sie die Spitze des breiten Endes unter der äußeren Lage des Knotens hindurch. Ziehen Sie es dann ganz durch und richten Sie vorsichtig den Knoten aus, indem Sie ihn behutsam festhalten und am schmalen Ende ziehen.

Auch beim Windsor sollte das breite Ende mit der Spitze etwa in Höhe des Hosenbundes enden. Das schmale Ende sollte kürzer sein oder gleich lang. Bei kleineren Männern kommt das häufig nicht perfekt hin. Damit das breite Ende in der richtigen Höhe endet, kann das zu lange schmale Ende dann unter den Hosenbund gesteckt werden.

Für sehr große Männer ist der Windsor häufig nicht geeignet, da er als doppelter Knoten so viel Krawattenlänge aufbraucht, dass der Binder einfach zu kurz wird.

Nicky Knoten

Der Nicky ist auch unter den Namen "Olney", "New Classic" oder "Free American" bekannt. Er ist ein einfacher, krawattenschonender Knoten, der durch schlichte Eleganz besticht.

Ernesto Curami hat diesen Knoten aus seiner Krawattenmanufaktur "Nicky" in Mailand bekannt gemacht als er ein Faltblatt mit diesem Knoten drucken ließ. Grund war, dass er so stoffschonend war und die Krawatte nicht knittern ließ.

Wichtig: Der Original "Nicky" ist ein "Inside-out-Knoten". Das heißt es wird mit der Naht nach außen begonnen und bis zum Ende beibehalten. Der Kragen versteckt später die Naht.
In Kontinentaleuropa ist der "Nicky" auch in einer Variante bekannt, bei der man den Knoten "normal" (also mit der Naht nach innen) binden kann: Sie legen die Krawatte mit der Naht nach innen um den Hals. Dann das breite Ende um eine halbe Drehung drehen, so dass es nun mit der Naht nach außen um Ihren Hals hängt. Dann wird mit den Schritten des Original-"Nicky" fortgefahren.



Krawattenknoten Nicky

Der Kentknoten

Dieser Krawattenknoten kommt mit der geringsten Anzahl von Schlingungen aus. Der Knoten ist entsprechend klein, weshalb der Kentknoten auch oft „kleiner Knoten“ genannt wird. Er ist besonders für große Männer geeignet, weil er 1 oder gar 2 Schlingungen weniger hat und damit die Krawatte etwa 6 cm länger wird. Trotz der wenigen Schlingungen ist er aber nicht einfach zu binden. Man braucht den bestimmten Dreh, damit der Knoten auch sitzt.



kentknoten

1. Die Krawatte wird zunächst wie beim Four-in-Hand um den Hals gelegt mit der breiteren und längeren Seite links. Dann wird das breite Teil der Krawatte um 180 Grad gedreht, so dass die Naht nach vorne zeigt. Dies ist notwendig damit der Stoff nach der nächsten Schlingung etwas mehr Halt bekommt.

2. Dann das breite Ende unter das schmale hindurch und zurück über das schmale Ende der Krawatte.

3. Machen Sie mit dem breiten Ende eine Schlingung innen durch.

4. Dann das breite Ende durch die sich ergebende Schlaufe ziehen. Fertig!

Der fertige Kentknoten ist klein und asymmetrisch. Er sieht gut aus bei kleinen Kragen mit einem engen Kragenausschnitt. Sie können den Kentknoten auch nehmen, wenn Sie einen besonders schwerer voluminösen Krawattenstoff haben und natürlich, wenn Ihnen die meisten Krawatten zu kurz sind.

American ("Shelby")

Der in den USA als "Shelby" bekannte Knoten eigenet sich bestens für kürzere Krawatten mit schwerem Futter. Er erinnert in Form und Aussehen sehr an den Windsor. Ebenfalls weit verbreitet ist die Bezeichnung "Pratt".


Ersatz für den Windsor


Der "American" kommt relativ unauffällig und schlicht daher, weshalb er zum amerikanischen Lifestyle sehr gut passt. Er ist leichter zu binden als der "Windsor". Wollen Sie eine dick gefütterte Krawatte tragen, so können Sie mit dem Pratt, dezent asymmetrisch, Kragenausschnitte füllen, für die Sie eigentlich einen "Windsor" benötigen würden. Die Bewegungsfolge ist einfacher als beim "Doppelten Windsor", daher können Sie auch kürzere Krawatten zu einem voluminösen Knoten binden.

Handarbeit


Der "American" zählt zu den Knoten, die "nachgearbeitet" werden müssen, um eine schöne Form zu bekommen. Greifen Sie während des Zuziehens etwas fester zu und bringen Sie so den Stoff in Form.

Wichtig


Dieser Knoten gehört zu den "Inside-out-Knoten" (Sie beginnen mit der Naht nach außen und behalten dies bis zum fertigen Knoten bei). In Kontinentaleuropa ist der "American" auch in einer Variante bekannt, bei der man den Knoten "normal" (also mit der Naht nach innen) binden kann: Sie legen die Krawatte mit der Naht nach innen um den Hals. Fixieren Sie das schmale Ende, drehen Sie das breite Ende um eine halbe Drehung, so dass es nun mit der Naht nach außen um Ihren Hals hängt. Dann wird mit den Schritten des Original-"American" fortgefahren.


Krawattenknoten American

1. Sie überkreuzen die beiden Ende der Krawatte mit der Naht nach außen. Das schmale Ende liegt dabei über dem breiten und zeigt nach rechts.

2. Das breite Ende wird durch die Halsschlinge nach oben geführt und dann wieder nach unten gesteckt.

3. Ziehen Sie die so entstandene Bindung vorsichtig fest.

4. Nun das breite Ende von links nach rechts über das schmale legen.

5. Führen Sie dieses Ende nochmals durch die Halsschlinge nach oben. Stecken Sie nun das breite Ende durch entstandene Schlaufe nach unten.

6. Ziehen Sie den Knoten dann fest.

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