Der Storch und die Kinder.

Der Storch ließ auf dem Dach sich nieder
und sprach: „Da, Kinder, bin ich wieder!
Nun saget mir: „Was ist geschehn,
seit ich das Dörfchen nicht gesehn?“
„Ei,“ sprach der Hans, „in diesen Tagen,
da hat sich vieles zugetragen:
mein Vater kaufte eine Kuh
und meine Schwester neue Schuh‘.
Ich hab‘ an Größe zugenommen
und jetzt auch Stiefel und Hosen bekommen;
Weihnacht kriegte ich ein Schwert
und ein sehr wildes Wiegenpferd,
und in der Schule geht, mein Bester,
jetzt auch die Suse, meine Schwester,
und weil sie neulich nichts gewußt,
hat sie nachbleiben schon gemußt.“
„Pfui, Hans!“ begann der Storch zu klappern,
„man darf nicht aus der Schule plappern.“

Rudolf Löwenstein











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